Autor: AdminBoehme

Wenn der Untergrund nicht passt, hält auch die Abdichtung nicht

Beim Rückbau einer Abdichtung zeigt sich:
Die Ausführung war von Anfang an problematisch.

Auf der Klinkerauflagerfläche wurden Materialien eingesetzt, die für diesen Bereich nicht geeignet sind.
Hinzu kommt: Bereits sichtbare Salzbildung deutet darauf hin, dass die Haftung langfristig nicht funktionieren kann.

Das Ergebnis ist absehbar – die Abdichtung hätte so nicht dauerhaft gehalten.

👉 Nicht jede Abdichtung scheitert am Material.
👉 Oft scheitert sie am Untergrund.

Wenn Details am Dachrand entscheiden

Auf den ersten Blick wirkt der Dachrand sauber ausgeführt.
Bei genauerer Prüfung zeigt sich jedoch: Die Attikaabdeckung wurde nicht fachgerecht ausgeführt.

Verbindungen wurden nicht verlötet, und auch die Ausladung der Abdeckung ist zu gering bemessen.
Damit fehlt der notwendige Schutz für die darunterliegende Holzkonstruktion.

Gerade an solchen Details entscheidet sich, ob eine Konstruktion dauerhaft dicht bleibt – oder ob Regenwasser seinen Weg ins Bauteil findet.

Dachziegel – scheinbar verlegt, aber nicht ausreichend gesichert

Auf den ersten Blick wirkt das Dach ordentlich gedeckt.
Bei genauer Prüfung zeigt sich jedoch:
Die Dachziegel sind nicht ausreichend geklammert.

Gerade bei exponierten Lagen – wie hier auf dem Kamm eines Hügels – ist das Dach besonders stark dem Wind ausgesetzt.

Die fachgerechte Klammerung ist in solchen Fällen kein „Extra“, sondern zwingend notwendig.
Der zeitliche Aufwand dafür hätte etwa 4–5 Stunden betragen.
Diese Zeit wurde eingespart – mit dem Ergebnis, dass das Dach nicht regelgerecht ausgeführt wurde.

Die Folgen können erheblich sein:
lockere oder verschobene Ziegel, eindringende Feuchtigkeit, Sturmschäden und im Ernstfall Risiken für Gebäude und Personen.

👉 Sorgfalt am Dach entscheidet über Sicherheit – nicht Geschwindigkeit.

Als Sachverständiger prüfe ich, in diesem Fall und immer gerne in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Bedachungen Wiegard, ob Dächer den technischen Anforderungen und den tatsächlichen Belastungen am Standort gerecht werden.

Feuchtigkeit am Dachfenster – wirklich nur falsches Lüften?

Leichte Feuchtigkeitsbildung am Dachfenster wird häufig sofort dem Nutzerverhalten zugeschrieben.
Doch nicht immer liegt die Ursache im Lüften.
Gerade bei Dachfenstern spielt die Art des Einbaus und der Innenausbildung eine wichtige Rolle.
Wird die Laibung unter und über dem Fenster schräg ausgeführt, kann die warme Raumluft nicht optimal zirkulieren.

Die Folge:
Die aufsteigende warme Luft erreicht die Glasfläche nicht gleichmäßig – Feuchtigkeit kann schlechter abtrocknen und es entsteht Kondensat.

Bauphysikalisch sinnvoll ist in vielen Fällen:
unten senkrecht
oben waagerecht
So kann die Luft zirkulieren und die Oberfläche temperieren.

👉 Nicht jede Feuchtigkeit ist ein Lüftungsfehler.

Oft liegt die Ursache im Detail der Ausführung.
Als Sachverständiger prüfe ich, ob es sich um nutzungsbedingte Feuchte oder um konstruktive Ursachen handelt.

Wenn plötzlich etwas passiert …

Ein Rohrbruch, Starkregen oder ein Sturmschaden kann innerhalb kurzer Zeit erhebliche Schäden am Gebäude verursachen.

Ob und in welchem Umfang eine Versicherung zahlt, hängt nicht nur vom Schaden selbst ab – sondern von der Ursache, der fachlichen Einordnung und abhängig vom vertraglichen Kleingedruckten.

Als Sachverständiger bewerte ich Versicherungsschäden neutral und nachvollziehbar:

Was ist passiert?

Welche Bauteile sind betroffen?

Und wie ist der Schaden fachlich einzuordnen?

👉 Eine saubere Schadensbewertung schafft Klarheit – für Eigentümer und Versicherer.