Autor: AdminBoehme

🪟 Wie befestigt man ein Fenster?

Schraube nehmen.
In den Bauschaum drehen.
Fertig. 😳

Klingt absurd?

Genau das zeigt dieses Beispiel.

Die Schraube sitzt im Bereich des Montageschaums – ein tragfähiger Befestigungsgrund ist an dieser Stelle nicht erkennbar.

Und damit stellt sich die ziemlich einfache Frage:

Was sollen diese Schrauben eigentlich halten?

Meine Einschätzung:

„Das Fenster ist gar nicht befestigt.“

Denn ein Fenster wird nicht dadurch fachgerecht befestigt, dass irgendwo eine Schraube steckt. Die Befestigung muss sicher mit dem Baukörper verbunden sein und die auftretenden Kräfte zuverlässig übertragen können.

Aber gut …

Schraube drin. Fenster dran. Was soll schon schiefgehen? 🙈

Wie das aussieht seht ihr im Reel auf unseren SocialMedia-Kanälen.

Wenn die Dachpfanne direkt auf der Flachdachabdichtung aufliegt …

… und das Ganze auch noch mit einer scharfen Kante.

Da muss man sich nicht fragen, ob sich hier etwas bewegt – sondern was diese Bewegung irgendwann mit der Abdichtung macht.

Denn das darüber liegende Steildach steht nicht einfach still:

💨 Windlasten bringen Bewegung in die Konstruktion.
❄️ Schneelasten verändern die Belastung.
🌡️ Thermische Bewegungen sorgen dafür, dass sich Bauteile ausdehnen und wieder zusammenziehen.

Und wenn diese Bewegungen direkt auf eine Abdichtung übertragen werden, die an dieser Stelle durch eine scharfe Kante mechanisch beansprucht wird, kann aus einer kleinen Unachtsamkeit irgendwann ein richtiges Problem werden.

Ob es tatsächlich so schnell geht, hängt natürlich von den konkreten Bedingungen ab. Aber eines ist klar: Eine Abdichtung sollte nicht als Reibungs- und Auflagefläche für scharfkantige Bauteile dienen.

Denn wenn Wasser erst mal seinen Weg gefunden hat, wird aus einem Detail schnell ein Schaden.

Wie das Ganze in der Praxis aussieht, zeigen wir euch im Reel auf unseren Social-Media-Kanälen.

👉 Und jetzt mal ehrlich: Würdet ihr das so lassen?

Sockelabdichtung? Da fehlt doch was …

Heute geht’s einmal rund um den Sockel – und zwar in drei Stationen. Spoiler: Eine Abdichtung allein macht noch lange keine funktionierende Abdichtung.


1️⃣ Reaktivabdichtung unter der Bitumenabdichtung
Klingt erstmal nach: „Da ist doch was drauf – UND sogar da drunter.“
Das Problem: Der Untergrund wurde nicht entsprechend vorbehandelt. Dadurch fehlt die notwendige Haftung – die Reaktivabdichtung ist nicht ausreichend mit dem Untergrund verbunden.


2️⃣ Sockelbereich aus Beton – teilweise komplett ohne Abdichtung
Im Eingangsbereich zeigt sich dann die nächste Überraschung: Hier fehlt die Abdichtung stellenweise vollständig.
Gerade im Sockelbereich sollte man nicht darauf vertrauen, dass Wasser schon einen anderen Weg nimmt. Spoiler: Macht es meistens nicht.


3️⃣ Feuchtigkeit im Kalksandstein
An der Abmauerung der ersten Lage wird gemessen – mit deutlicher Durchfeuchtung.
Hier kommen gleich mehrere Themen zusammen: kapillar eingetragene Feuchtigkeit und vorhandene Erstellungsfeuchte.


Und genau das ist für eine Reaktivabdichtung kein geeigneter Untergrundzustand. Bevor man also einfach irgendein Abdichtungssystem aufbringt, muss erstmal geklärt werden, was der Untergrund macht und woher die Feuchtigkeit kommt.


Denn:
Abdichten heißt nicht: irgendwas draufschmieren und hoffen.
Untergrund, Feuchte, Haftung und Aufbau müssen zusammenpassen.

Genau deshalb wird bei einer Begutachtung nicht nur geschaut, ob etwas vorhanden ist, sondern auch, ob es fachgerecht ausgeführt wurde und überhaupt funktionieren kann.

Wie das Ganze vor Ort aussieht und was wir bei der Prüfung festgestellt haben, zeigen wir euch im Reel auf unseren Social-Media-Kanälen.


👉 Und jetzt mal ehrlich: Sind die noch ganz dicht?

🚌💥 Wenn der Bus plötzlich eigene Pläne hat …

Ein Bus mit technischem Defekt.
Der Fahrer steigt aus, um nach dem Rechten zu sehen – und plötzlich macht sich der Bus selbstständig.

Am Kino vorbei, am Vordach entlang und schließlich mit ordentlich Wucht ins Wohnhaus.

Damit wäre eigentlich schon genug Schaden für einen Ortstermin vorhanden. 😬

Doch bei der Begutachtung passiert noch etwas, das Sachverständige vermutlich nur allzu gut kennen:

Man schaut sich eine Sache an – und entdeckt dabei gleich die nächsten.

Denn am Kino zeigen sich zusätzlich Auffälligkeiten an der Fassade und am Zink-Vordach.

Kapillare Feuchtigkeit.
Undichtigkeiten.

Mit dem Busunfall haben diese Schäden allerdings nichts zu tun.

Aber wenn man schon genau hinschaut … 👀

🎥 Im Reel auf unseren SocialMedia-Kanälen geht es deshalb nicht nur um die Spuren des Aufpralls, sondern auch um das, was einem fachkundigen Blick daneben auffällt.

👉 Nicht jeder Schaden ist unfallbedingt. Aber jeder Schaden verdient eine klare Einordnung.

Altimmobilie gekauft. Dach geprüft. Und dann wird’s interessant.

Alte Häuser haben Geschichte.
Manchmal findet man dabei allerdings Kapitel, die man lieber nicht gelesen hätte. 😏

Bei der Prüfung dieser Immobilie zeigt sich ein ziemlich entscheidendes Detail:
Die Dachpappe wurde nicht fachgerecht verschweißt, sondern kurzerhand genagelt bzw. verschraubt.
Schnell gemacht?
Vielleicht.
Eine fachgerechte Abdichtung?
Eher nicht.

Denn wenn eine Abdichtung ihre Aufgabe erfüllen soll, kommt es eben nicht darauf an, dass sie irgendwie befestigt ist – sondern darauf, wie sie ausgeführt wurde.
Und genau solche Dinge sieht man bei der Besichtigung als Käufer eben nicht unbedingt.

👉 Ein Haus kann von außen top aussehen. Das Dach erzählt manchmal eine andere Geschichte.

🎥 Im Reel auf unseren SocialMedia-Kanälen kann man sehen, wie diese Dachabdichtung tatsächlich befestigt wurde.