Heute geht’s einmal rund um den Sockel – und zwar in drei Stationen. Spoiler: Eine Abdichtung allein macht noch lange keine funktionierende Abdichtung.
1️⃣ Reaktivabdichtung unter der Bitumenabdichtung
Klingt erstmal nach: „Da ist doch was drauf – UND sogar da drunter.“
Das Problem: Der Untergrund wurde nicht entsprechend vorbehandelt. Dadurch fehlt die notwendige Haftung – die Reaktivabdichtung ist nicht ausreichend mit dem Untergrund verbunden.
2️⃣ Sockelbereich aus Beton – teilweise komplett ohne Abdichtung
Im Eingangsbereich zeigt sich dann die nächste Überraschung: Hier fehlt die Abdichtung stellenweise vollständig.
Gerade im Sockelbereich sollte man nicht darauf vertrauen, dass Wasser schon einen anderen Weg nimmt. Spoiler: Macht es meistens nicht.
3️⃣ Feuchtigkeit im Kalksandstein
An der Abmauerung der ersten Lage wird gemessen – mit deutlicher Durchfeuchtung.
Hier kommen gleich mehrere Themen zusammen: kapillar eingetragene Feuchtigkeit und vorhandene Erstellungsfeuchte.
Und genau das ist für eine Reaktivabdichtung kein geeigneter Untergrundzustand. Bevor man also einfach irgendein Abdichtungssystem aufbringt, muss erstmal geklärt werden, was der Untergrund macht und woher die Feuchtigkeit kommt.
Denn:
Abdichten heißt nicht: irgendwas draufschmieren und hoffen.
Untergrund, Feuchte, Haftung und Aufbau müssen zusammenpassen.
Genau deshalb wird bei einer Begutachtung nicht nur geschaut, ob etwas vorhanden ist, sondern auch, ob es fachgerecht ausgeführt wurde und überhaupt funktionieren kann.
Wie das Ganze vor Ort aussieht und was wir bei der Prüfung festgestellt haben, zeigen wir euch im Reel auf unseren Social-Media-Kanälen.
👉 Und jetzt mal ehrlich: Sind die noch ganz dicht?