Monat: Mai 2026

Leitungswasserschaden behoben? Leider nein.

In diesem Keller wurde bereits ein Leitungswasserschaden getrocknet und saniert.
Problem gelöst?
Eher nicht.

Bei der weiteren Prüfung zeigt sich:
Da kommt noch deutlich mehr hinterher.

Undichtigkeiten, zusätzliche Feuchtigkeitseinträge und Hinweise darauf, dass auch der Sockelbereich weiter Wasser ins Gebäude bringt.

Das Ergebnis?
Ein Schaden, der schnell richtig teuer wird:

💸 ca. 70.000 € innen
💸 plus weitere 20.000–30.000 € außen

Und genau deshalb ist eine Kaufbegleitung wichtig.
Denn bei so einem Objekt hätten wir ganz klar gesagt:

👉 Finger weg.
Oder nur mit vollem Bewusstsein über das, was da finanziell noch wartet.

👉 Nicht jeder Schaden ist nach der Trocknung erledigt.
👉 Manchmal fängt das eigentliche Problem dann erst an.

Seit über 20 Jahren nicht mehr zulässig – aber im Regal liegt’s trotzdem.

Im Baumarkt hängt der Flyer mit dem zulässigen Material für die Gebäudedränung.
In der Auslage?
Rollenware.

Das Problem:
Diese flexiblen Dränrohre sind für die Dränung an Gebäuden seit dem Jahr 2000 nicht mehr zulässig.
Benötigt wird eigentlich Stangenware.

Die findet man dann irgendwo draußen im Außenbereich – fernab von dem Zeug, das jeder zuerst in den Einkaufswagen legt.


Wer sich als Bauherr auf die Auslage verlässt, baut schnell etwas ein, das am Gebäude nichts verloren hat.


👉 Nur weil’s verkauft wird, heißt das noch lange nicht, dass es fachgerecht ist.
👉 Und nur weil’s vorne liegt, wird’s dadurch nicht richtiger.

Großer Schaden – kleines Detail

Die Decke ist geöffnet, der Leitungswasserschaden sichtbar.
Trocknung, Rückbau, Reparatur – mit entsprechendem Aufwand.


Die Ursache?
„Und das auch nur, weil eine Muffe nicht richtig gequetscht wurde.“
Ein unscheinbares Detail mit großer Wirkung.


Denn bei Leitungen entscheidet oft eine einzige Verbindung darüber, ob alles dicht bleibt – oder Wasser unbemerkt seinen Weg findet.


Was in wenigen Sekunden nur fast richtig montiert wurde, wird später sehr teuer werden.


👉 Nicht jeder Wasserschaden beginnt mit einem Rohrbruch.
👉 Oft beginnt er an einer kleinen Verbindung.

Schöne Fassade – problematischer Sockel

Auf den ersten Blick ein gepflegtes Haus mit ansprechender Fassade.
Doch im Sockelbereich zeigt sich, was oft lange übersehen wird.


Der Bereich wurde geöffnet, um eine Hydrophobierung auszuführen –
doch dieser Zustand besteht inzwischen seit vier Jahren.
Während außen stillstand herrscht, arbeitet innen die kapillar aufsteigende Feuchtigkeit weiter.
Feuchtigkeit wartet nicht auf Termine. Sie nutzt die Zeit.


Was außen nach einer Kleinigkeit aussieht, kann im Bauteil langfristig zu Schäden an Putz, Mauerwerk und Raumklima führen.


👉 Nicht jede schöne Fassade bedeutet gesunde Substanz.
👉 Oft beginnt das Problem dort, wo kaum jemand hinsieht.